Was Safari mit Spiritualität zu tun hat.

"Safari ist der Inbegriff der Achtsamkeit."

Nie war ich so sehr im Moment wie auf Safari. Nie so sehr im hier und jetzt wie unterwegs in der wilden, freien Natur Afrikas. 
Südafrika an sich hat schon diese besondere Wirkung auf mich. Dieses besondere Gefühl dorthin zu gehören, anzukommen, zur Ruhe zu kommen. 
Aber sobald ich in dem Wagen auf dem Weg ins südafrikanische Lowveld war, war ich nirgendwo anders mehr. 

Sofort waren Zeit und Datum vergessen.

 

Kein Gedanke ging mehr ins gestern oder morgen, nicht eine Sekunde dachte ich daran, das diese Reise irgendwann enden würde. 
Ich war absolut und mit jeder Zelle meines Körpers und meines Geistes anwesend. Nur auf Safari habe ich mich bisher so gefühlt. Normalerweise bin ich ein absoluter Kopfmensch. Ich denke über gestern nach, letzte Woche und was vor 4 Jahren war. Ich denke an morgen, den nächsten Urlaub oder daran was in 5 Monaten wohl sein wird. Und zwar immer. Pausenlos kreisen die Gedanken. In meinem Kopf ist ein Dschungel und der wird von Affen regiert, die zu bändigen ich jeden Tag versuche. 
Doch auf Safari, in der afrikanischen Wildnis, umgeben von Natur und Leben, dort wird es still in mir. Wir fahren durch den Busch und ich sauge alles in mich auf, jeden Anblick, jedes noch so kleine Geräusch, jeden Geruch und jedes Gefühl. 
Safari ist der Inbegriff der Achtsamkeit. Natürlich, logisch. Schließlich musst du in jeder Sekunde zu 100% anwesend sein, um Gefahren rechtzeitig zu erkennen und so abzuwenden.
Achtsamkeit ist hier draußen in der Wildnis unumgänglich für's Überleben. 
Datum und Tag sind dort egal. Keine Termine und Verabredungen zwingen dich zur Eile. Keine Museen, Schlösser oder Tempel wollen von dir besichtigt und fotografiert werden. Kein Mensch ist hektisch und treibt dich an. Nicht einmal das Internet funktioniert. 

Die Sonne bestimmt das Leben hier. Sie entscheidet wann der Tag beginnt und wann er endet, gibt vor, wann wir aufstehen und wann wir ins Bett gehen. 

Leben nach dem Rhythmus der Erde selbst, im Einklang mit der Natur. 
Leben, wie es ursprünglich vorgesehen war. 
Wir sind den ganzen Tag draußen, essen gesund, nicht zu viel und regelmäßig. Wir lernen jeden Tag etwas neues und sind nie durch Fernseher oder Smartphones abgelenkt. Endlich habe ich Zeit, um zu mir zurück zu kehren, wenigstens ein wenig, ein kleines Stück von mir zurück zu erobern von all den Ablenkungen, Meinungen, Erwartungen des Alltags. Die nicht vorhandene Verbindung zur Außenwelt erlaubt mir, mich zu erholen. 
Doch du musst dafür nicht auf Safari gehen. (Auch wenn ich es jeder sehr empfehlen kann) Diese Ruhe kannst du jeden Tag haben. Du musst es nur wollen. 

Schalte den Fernseher aus, dein Smartphone in den Flugmodus, lehne dich zurück oder gehe spazieren.
Gönn dir Ruhe, genieße die Geräusche der Natur und verbringe Zeit allein. 

Das Wort “Safari“ ist Swahili und bedeutet Reise im allgemeinen Sinn, das kann auch schon ein Spaziergang sein.
Mach, was du gern machst. Mach, was dir gut tut. 

Behalte die erste Stunde am Morgen und die letzte Stunde am Abend ganz für dich. Und nutze diese Stunde, um dich um dich selbst zu kümmern. Lerne achtsamer, bewusster durch den Tag zu gehen.

Jeden Tag ein Stückchen mehr. 

Fang damit an dir Pausen zwischen deinen Tätigkeiten, deinen Terminen zu nehmen. Einen kurzen Moment nur. 15 min Puffer können ausreichen. So gerätst du nicht mehr unter Zeitdruck. Das du jetzt doch etwas länger im Verkehr steckst oder die Bahn etwas Verspätung hat und du zu spät zu deiner Verabredung kommst, passiert so nicht mehr. Du bleibst entspannt.
Fang an zu meditieren, so weißt du morgens schon, was du heute brauchst und kannst dir Zeit für Ruhe, Yoga oder zum Einkaufen deines Abendessens einplanen. Du kommst zu dir. 
Das Leben auf Safari ist im Grunde ein einfaches Leben, ein natürliches Leben, ein Leben in Balance und das kannst du überall haben. 

Du brauchst nur die Dinge in deinen Tag einzubauen. 

Das Leben auf Safari besteht aus: viel draußen sein, viel Natur, gesundem Essen, wenig Besitz, früh aufstehen, Ruhepausen zwischendurch, Zeit für sich allein, neues lernen. Kein Fernsehen, wenig Erreichbarkeit, keine Hektik, keine Oberflächlichkeit.
Das Safarileben beschränkt sich auf das nötigste. Auf das Wesentliche. 

Zurück zum Ursprung.
Und zurück zu dir
Was tust du, um in der Hektik des Alltags ausgeglichen und entspannt zu bleiben? 


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