Experiment: Vertrauen ins Leben

 

Eins der wichtigsten Dinge, die wir eigentlich haben sollten, ist Vertrauen. Ins Leben. 

Vertrauen, das alles so kommt, wie es kommen soll.

Vertrauen, das wir unseren Weg finden.

Vertrauen, das Dinge mit einem Grund passieren.

Und auch, wenn wir diesen Grund nicht immer verstehen, doch vertrauen zu haben, das es ihn gibt.

Dieses Vertrauen sitzt tief verborgen in uns. Direkt neben der Intuition. Deine Intuition ist quasi ausführendes Organ deines Vertrauens. Dieses spezielle Gefühl, das dich in die richtige Richtung lenkt, wenn du es denn lässt. 

Doch Vertrauen zu haben und unserer Intuition zu folgen, lernen wir nicht. Es wird uns schlichtweg nicht beigebracht. Stattdessen lernen wir, Regeln zu befolgen und das es bestimmte Dinge gibt, die richtig sind und andere, die es eben nicht sind. Wir lernen uns nach der Vorstellung unserer Kultur zu benehmen, zu kleiden, zu leben, zu ernähren, zu heilen, zu arbeiten, zu reden und zu denken. Wir lernen, wie das Leben bestenfalls aussehen sollte, was wir dafür brauchen und wie wir dorthin kommen.

Wir lernen aber nie anders zu denken. Wir lernen nicht die Dinge zu hinterfragen. Wir lernen nicht auf uns selbst zu hören.

Wir lernen auf andere Menschen zu hören, Autoritäten, die uns sagen, was richtig und was falsch ist. Und sie lieben die Antworten "Weil es eben so ist." und "Weil es alle so machen." auf die Frage "Warum?". 

Doch wer gibt ihnen das recht? Woher sollten sie wissen, was richtig für dich ist und was nicht? Gar nicht.

Nur du kannst das wissen. 

Nur du kannst das fühlen.

Nur du kannst das spüren.

Und das wieder zu lernen, ist mein Ziel. 

Zu lernen, die Intuition nicht nur zu fühlen, sondern ihr auch zu vertrauen.

Zu lernen, dem Leben zu vertrauen, das es mich hinführt, wo ich hin soll.

Zu lernen, alte Konditionierungen zu hinterfragen und hinter mir zu lassen und offen für das Leben zu sein.

Ich merke immer wieder, welche Ängste sich, auf Grund von bestimmten Glaubenssätzen und der Erziehung in unserer Kultur, in mir eingenistet haben. Existenzängste, die zum größten Teil unbegründet sind. Unbegründet im Sinne, das ich so etwas selbst nicht erlebt habe und es daher keine Grund gibt, diese Angst zu haben.

Angst davor, kein Geld mehr zu haben. 

Angst davor, krank zu werden und ohne Versicherung und unsere westliche Medizin dazustehen (obwohl ich Sinn u Wirksamkeit hinterfrage). 

Angst davor, etwas sehr teures kaputt zumachen und ohne Versicherung dazustehen.

Angst davor, Gewalt zu erfahren.

Angst davor, zu scheitern.

Angst davor, Dinge, die ich so sehr will, nicht zu können.

All das und noch mehr sind Ängste, die kein Kind hat. Das sind anerzogenen Ängste.

Und auch, wenn ich mir oft die Frage stelle, wo die Grenze liegt zwischen realistisch und überängstlich sein, so glaube ich doch (und ich sehe Menschen, bei denen es so läuft), das, sobald du beginnst diese Ängste zu hinterfragen und wieder Vertrauen ins Leben zu haben (zumindest so zu tun - fake it till you make it, Baby!), das das Leben dich für dein Vertrauen belohnt. 

Oft höre, lese, sehe ich von Menschen, die auf einmal ganz neue Chancen bekommen, denen Gelegenheiten geboten werden und einfach großartige Dinge passieren - scheinbare Zufälle - immer zu ihrem eigenen Vorteil.

Ich will wissen, ob es das wirklich gibt.

Ich will wissen, wie es ist, anders zu leben.

Ich will wissen, wie es ist, ohne die scheinbare Sicherheit.

Unsere Reise wird ein Start in viele Experimente und Herausforderungen. Ein Start ins Umdenken. Ein Start in ein neues Leben. 

Wir starten ohne Plan, ohne (meiner Konditionierung nach zumindest) genug Geld, mit Schulden und nur mit Handgepäck. Alles Dinge, die früher undenkbar waren. Ganz besonders das Geld und die Planlosigkeit missfallen meinem doch recht starken Sicherheitsbedürfnis. Zuerst kam der Gedanke auf unterwegs weiter zu arbeiten. Als Freelancer oder virtual assistant konstant die Möglichkeit zu haben Geld zu verdienen.

Doch während der Vorbereitungen dafür, kam schon ganz eindeutig hoch, das es nicht das ist, was ich will.

Auch das gehört zum Prozess. Du musst nicht alles durchziehen, was du angefangen hast. Es ist keine Schande sich etwas anders zu überlegen. 

Ganz im Gegenteil.

Festzustellen, dass du etwas doch nicht willst und es dann auch wirklich zu beenden, erfordert Mut.

 

Und so lasse ich es sein. 

Stattdessen lasse ich mich ein. Lasse ich mich treiben. Und warte ab was passiert.. 



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