Blogparade: Ein etwas anderer Wecker

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Mein großartigstes Outdoor Erlebnis war auf Safari in Südafrika. 

Der erste Buchtrip zum Buch von Gesa Neitzel: Frühstück mit Elefanten

10 Tage sollten wir durchs südafrikanische Lowveld fahren, auf der Suche nach wilden Tieren. 

 

Und die waren von Anfang an auf unserer Seite. Wir fanden sie alle: Elefanten, Impalas, Kudus, Nyalas, Leoparden, Chamäleons, Hyänen, Büffel, sogar Nashörner, Wildhunde und Geparden. Es war einfach unbeschreiblich!

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Doch das allerschönste Erlebnis war eigentlich gar kein Sighting eines Mitglieds der Big Five.

Es war ungefähr die Mitte der Reise und wir hatten schon unglaublich viele, wunderschöne Begegnungen gehabt, sind durch den Busch gelaufen und gefahren und es gab eigentlich keinen Tag der nicht eine aufregende Überraschung für uns bereit hielt.

Aber diese eine Nacht war etwas ganz besonderes für mich. 

Wir schliefen in einem ganz einfachen Camp, in der Nähe des Dreiländerecks (Südafrika, Zimbabwe und Mosambik), im obersten Norden des Krüger Nationalparks, in Makuleke. Das Camp gehört zur return Africa Lodge und nicht weit von dort entfernt, findet auch ein Teil der Guide-Ausbildung statt, die Gesa absolviert hatte und die uns hier alle zusammen gebracht hat. 

Die Zelte waren einfach ausgestattet und bestanden aus zwei Teilen. Das Schlafzelt (inkl. Feldbetten und einfacher Ablage für die Kleider) und der Badezimmerteil, der durch eine dünne Zeltwand abgeteilt war und nur aus einer Waschschüssel und einer einfachen Chemie-Toilette bestand.

Die Duschen waren draußen. Wer duschen wollte, gab dem Guide, Biff (eine quirlige Australierin, die sehr an Crocodile Dundee erinnert) bescheid und sie füllte die Dusche mit heißem Wasser, vom Feuer. 

 

Das Camp war nicht eingezäunt.

Und all das sind schon großartige Outdoor-Erlebnisse an sich. 

 

Und dann kam dieser besondere Morgen.

Jeden Morgen wurden wir um 6 Uhr von Biff geweckt, zogen uns an, aßen schnell etwas Haferbrei und tranken einen Kaffee bevor es losging zum ersten Game Drive des Tages. Früh am Morgen, mit dem Sonnenaufgang, sind die Chancen am besten die Tiere zu finden, denn es ist noch kühl und sie sind unterwegs zum Frühstück. Doch an diesem Morgen musste sie uns nicht wecken. Das wurde ihr abgenommen. 

In der Dunkelheit des frühen Morgens wurden wir geweckt:

Von Löwengebrüll!

Was für ein unglaublicher Moment! Wir lagen eingemummelt bis zur Nase in der kalten, dunklen Nacht und lauschten. Ich starrte mir weit aufgerissenen Augen aufgeregt an die Zeltdecke. Löwen. Ich konnte mein Glück gar nicht fassen. Löwenbrüllen kannte ich bisher nur aus Videos, nie kam ich in den Genuss, dieses raue und durch und durch wilde Geräusch selbst zu hören. Naja, was heißt nie. Einmal war ich vorher auf Safari gewesen. Aber trotzdem. Ich war überwältigt und einfach nur glücklich. 

Löwen waren und sind meine absoluten Lieblinge im Busch, ich wollte unbedingt welche sehen. Und wir sahen sie. Und jetzt hörten wir sie. In der Ferne, im Flussbett. 

Ehrfürchtig flüsterten wir uns zu (es waren Zweierzelte und ich teilte mir eins mit einem kölschen Berliner, der mindestens genauso beeindruckt war, wie ich) "Hörst du das?". "Ja." flüsterte ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht zurück. "Das ist der Wahnsinn.". "Allerdings.". 

Diese Reise war einfach unglaublich und bis jetzt - über ein Jahr später habe ich immer noch nicht geschafft sie in Worte zu fassen, denn jeder Tag bot ein neues Highlight. Ein Lieblingsmoment jagte den nächsten und die Erinnerungen daran werden für immer bleiben. 

Vor ein paar Tagen noch fragte Gesa uns, was bisher unser Highlight gewesen war. Und wir hatten schon in unserer ersten Unterkunft einen tollen Guide, mit dem wir abends auf Löwen gestoßen waren, die sehr mit der Erhaltung ihrer Art beschäftigt waren. Bisher war das mein Highlight. Sie zu sehen, zu beobachten und einfach nur in der Dunkelheit bei Ihnen zu sein.

 

Doch sie zu hören, war noch so viel intensiver. Das Geräusch geht durch Mark und Bein. Nie hatte ich so etwas schönes gehört. Und mein Highlight wurde abgelöst. Und das beste: von den Löwen vorher hatte ich Bilder gemacht, die ich jedem zeigen kann. Doch diese Erinnerung kann ich nicht zeigen, nicht beschreiben, nicht in Worte fassen. Sie bleibt meine Erinnerung. Mein Schatz. 

 

Für immer.

 

Und darum geht es doch auf Reisen. Darum geht im Leben. Und darum geht es bei outdoor Erlebnissen. 

 

Danke ousuca, für dieses tolle Blogparaden-Thema. 



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